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Algorithmus

Egbert Babst hat bereits 1998 einen Algorithmus entwickelt, wie Soziogramm-Grafiken automatisch erstellt und optimiert werden können.
Die Ermittlung des Soziogramm-Bildes durchläuft folgende Phasen:

 

1. Erstverteilung auf der Zeichenfläche ohne Optimierung

2. Optimierung der Nähe

3. Optimierung der Schnittstellen

4. Balance zwischen Linienschnitten und Kästchen-Durchkreuzungen

5. Balance zwischen Schnittstellen-Minimierung und Entwurfsdauer

 

1. Erstverteilung

Diese erfolgt nach der Reihenfolge der Alias-Nummern unter Berücksichtigung errechneter soziometrischer Kennzahlen für jedes Gruppenmitglied.

2. Optimierung der Nähe

In Scan-Durchläufen für jedes Kästchen wird die Distanz (s. Bild rechts oben) zu den Kästchen gewählter oder wählender Teilnehmer ermittelt. Positioniert werden die Kästchen so, dass die mittlere Distanz aller Wahl-Verbindungen minimiert wird.

3. Optimierung der Schnittstellen

Für sämtliche Linien (Wahl-Linien und Kästchen-Kanten) werden die Geraden-Gleichungen und deren Schnittpunkte ermittelt. Positioniert wird ein Kästchen so, dass die Schnittstellen-Minimierung höhere Priorität als die Nähe hat - sofern es da einen Konflikt gibt.

4. Balance Linien- und Kästchen-Schnitte

Eine gleichzeitige Minimierung von Linien-Schnitten und Kanten-Schnitten ist meist nicht möglich. Oft führt eine Vermeidung von Kanten-Schnitten zu einer Erhöhung der Linien-Schnitte (s. Bild rechts unten: Mario-Oliver). Um eine optisch bessere Darstellung zu erreichen, hat die Minimierung der Kanten-Schnitte eine etwas höhere Priorität.

5. Balance Schnittstellen - Entwurfsdauer

Das Prinzip der Scan-Läufe ist eine konvergierende Iteration zu einem idealen Wert. Das könnte sehr lange dauern. Daher werden für jeden Scan-Lauf eine Reihe von Kriterien berechnet, wann der Scan zu beenden ist. Hier wird zu Gunsten überschaubarer Entwurfszeiten auf die bestmögliche Entwurfsqualität verzichtet.

Beschreibung: LineareDistanz