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Soziogramme zur Analyse von Gruppenstrukturen Die Soziogramm-Technik ist ein beliebtes Hilfsmittel zur Analyse von Gruppenstrukturen, die auf MORENO zurückgeht. Häufig sollen die Ergebnisse helfen, gruppendynamische Entwicklungen zu verstehen und zum Beispiel Cliquen-Bildungen zu bemerken. Beziehungs-Strukturen erfasst man: |
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(A)
durch Antworten auf sehr persönliche Fragen ("Soziogrammfragen"),
die von den emotionalen Beziehungen der Gruppenmitglieder beeinflusst
werden. Jede "soziographische Wahl" ist Ausdruck einer persönlichen
Attraktion, die man durch Pfeile vom Wähler zum Gewählten darstellt. Man kann aus diesen Daten Gruppen-Soziogramme erstellen und Aspekte der persönlichen Beziehungsstruktur sichtbar machen. Wer ist "Star", wer ist "Mauerblümchen", welche Untergruppen gibt es? Sind die Beziehungen konfliktträchtig oder besteht ein starker Zusammenhalt? In Schulklassen kann das z.B. Hinweise auf Konflikt-Strukturen oder Cliquen geben. Die soziographische Methode kann hier sehr hilfreich sein. |
(B) durch Auswertung von Beobachtungen und Fakten, die auf Kontakte der Gruppenmitglieder schließen lassen. Wenn diese aufgrund freien Willens zustande kommen, lässt sich auf eine engere persönliche Beziehung schließen. Aber auch im Arbeitsumfeld lassen sich Kontakte auswerten. In Kindergärten ist z.B. die Befragung - je nach Alter der Kinder - nur begrenzt möglich. Aber die Beobachtung, wer mit wem häufiger spielt, gibt durchaus Rückschlüsse auf die Beziehungsstruktur. Man kann auch aus diesen Daten Strukturdiagramme erstellen. Außenseiter z.B. können so schneller bemerkt werden. Das bietet Hinweise auf pädagogische Maßnahmen zur Integration der "Mauerblümchen". |
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